
Team Taunusstein nimmt Rücksicht
Das Thema Rücksichtnahme beschäftigt viele Bürgerinnen und Bürger bei uns in Taunusstein - aber auch in anderen Städten. Zu schnelle Radfahrer, unaufmerksame Hundebesitzer, laute Jugendliche, Müll im Naturschutzgebiet. Rücksichtlosigkeit, Unachtsamkeit oder manchmal auch eine unterschiedliche Perspektive auf die Dinge, die Gründe sind vielfältig..
Wie können wir die Menschen sensibilisieren, mehr Rücksicht auf die Lebensräume von Tieren und Pflanzen, aber auch auf andere Menschen zu nehmen? Welche Themen fallen in Taunusstein besonders auf - wo wird selten und wo viel Rücksicht genommen und vor allem: Was können wir tun, um daran wirklich etwas zu ändern?
"Rücksicht nehmen - Lebensräume schützen": Sagen Sie uns Ihre Ideen!
Phasen
Auswertung & Clusterbildung der Schwerpunkte
Auswertung der Online-Umfrage & Themenschwerpunkte
An der Kurzumfrage zur Rücksichtnahme in Feld. Wald und Flur haben 210 registrierte Nutzerinnen und Nutzer teilgenommen. Im Folgenden werden die Umfrageergebnisse zusammengefasst und interpretiert. Am Ende werden dadurch die Themenfelder für die nächste Projektphase festgelegt.
Auswertung und Interpretation
1. Auf einer Skala von 1-10: Wie bewerten Sie die Rücksichtnahme in Taunusstein?
a) Ergebnisse in Zahlen:
b) Einordnung und Deutung:
Die Abstimmung ergibt einen Durchschnittswert von 5,5. Die Teilnehmer sehen die Rücksichtnahme in Taunusstein im mittleren bis sogar leicht positiven Bereich. Die Werte 5 bis 7 haben hierbei den größten Stimmenanteil. Das ist zum einen erfreulich, zum anderen zeigen sich hier große Potentiale in Sachen Rücksichtnahme.
2. Wo wünschen Sie sich in Taunusstein mehr Rücksichtnahme?
a) Genannte Themenfelder:
· Nicht angeleinte/abrufbare Hunde
· Hundekot
· Probleme zwischen Radfahrern und Fußgängern
· Illegale Müllablagerungen
· Sachbeschädigung und Vandalismus
· Landwirtschaftliche Flächen werden nicht respektiert
· Hitziger Ton und respektloses Verhalten bei Konflikten
· Gegenüber Wildtieren
Auch häufig genannt, aber außerhalb des Themas:
Rücksichtslosigkeit im Straßenverkehr; Rücksichtsloses Parkverhalten
b) Einordnung und Deutung:
Hier werden viele bereits bekannte Themen genannt. Deutlich werden dabei vor allem die Konflikte zwischen bestimmten Nutzergruppen von Feld, Wald und Flur wie Hundehaltern, Radfahrern, Spaziergängern, Reitern und Landwirten. Bei der Analyse der Freitext-Antworten wurden diese Spannungsverhältnisse nochmals bestätigt.
3. Was stört sie am meisten?
a) Ergebnisse in Zahlen:
Andere (Auszüge, nicht vollständig): Unerlaubte Nutzung von landwirtschaftlichen Flächen; Personen, die Waldwege verlassen und querfeldein gehen; Schneetouristen; Kaputte Waldwege; Vandalismus
b) Einordnung und Deutung:
Die in Frage zwei genannten Themenfelder spiegeln sich hier wider und wurden durch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gewichtet.
Das Problem der Umweltverschmutzung durch Müll liegt in der Priorisierung deutlich auf Platz eins.
4. Wo nehmen Sie selbst ganz bewusst Rücksicht?
a) Genannte Themenfelder:
auf Tiere; auf Reiter; Müll im Wald mitnehmen und entsorgen; Hund bei Begegnung anleinen; als Radfahrer gegenüber Spaziergängern; bei Menschen mit Behinderungen; bei der landwirtschaftlichen Arbeit Rücksicht auf Umwelt nehmen; Lärm bewusst vermeiden; Hindernisse auf Wald-/Feldwegen beiseiteschaffen; Hundehaufen aufsammeln; nicht durch Feldwege abkürzen; auf ältere Menschen;
und außerhalb von Feld, Wald und Flur:
im Straßenverkehr; beim Einkaufen;
b) Einordnung und Deutung:
In den Themenbereichen, die in den vorherigen Fragen als besonders problematisch genannt wurden, herrscht eine entsprechend hohe Sensibilität und Bereitschaft zur Rücksichtnahme – häufig insbesondere bei den Themen, die den jeweiligen Teilnehmer selbst stört.
Zur weiteren Diskussion in Phase 3 ergeben sich daraus folgende Handlungsfelder:
Wir haben vier Handlungsfelder identifiziert, die besonders häufig genannt wurden, bzw. verschiedenen Nennungen zu einem Thema zusammengefasst. Im nächsten Schritt sollen gemeinsam von Stadtverwaltung, Bürgerschaft und Interessengruppen Ideen gesammelt werden, wie hier aktiv entgegengewirkt werden kann.
1. Müll – insbesondere Kleinmüll (Kippen, Glasflaschen, Verpackungen usw.)
2. Hunde – Kot, Leine, Abrufbarkeit
3. Menschen – Konflikte zwischen unterschiedlichen Nutzern (zu schnelle Radfahrer, Wegebeschädigung durch Reiter usw.)
4. Wildtiere – Betretung Wald- und Wiesenzonen, Lärm, Störungen
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Veranstaltungsdatum: Mai 20., 2022 von 14:00 bis 16:30.
Bürgerhaus Taunus (Aarstr. 138)
